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Ankunft im sommerlichen San Diego

Gerade sitze ich in meinem neuen zu hause auf der Couch, höre Musik, streichele ab und an den Hund, Jek, und schreibe nach gut drei Jahren wieder an meinem Blog. Letze Woche Mittwoch bin ich in die Straße 1175 Pacific Beach Drive, San Diego eingezogen. Das bedeutet, dass direkt hinter meinem Haus die Bay ist und ein paar Blöcke weiter das Meer, an dem man auch surfen kann. Diese Lage zahlt man natürlich und so zahle ich 890$, aktuell ca. 700€ für mein WG Zimmer. Ich bin bisher äußerst zufrieden mit meiner Wahl. Meine Mitbewohner sind superlieb, wir haben schon zusammen gekocht, waren gemeinsam feiern und zum Dinner aus. Und vor allem sind sie Amerikaner, bzw. aktuell noch Venezuelaner, später kommt dann anstattdessen ein Mexikaner.

 

Das Feiern mit meinen Mitbewohnern am Samstag war durchaus erwähnenswert. Wir sind in die Innenstadt gefahren und waren zuerst in einer 1920er Jahre Bar. Dort wurde man vom Türsteher in entsprechender Kleidung empfangen, in die damaligen Verhaltensweisen eingeführt und konnte sich dann einen der damaligen Drinks bestellen. Das taten wir, auch wenn wir die Alkoholsorten darin kaum kannten, und bekamen teilweise wohlschmeckende Cocktails dafür. Komische Zeug, was die damals so getrunken haben. Danach sind wir in einen Club weitergezogen, in dem alles wie bei Alice im Wunderland eingerichtet war. Leider war die Musik unerträglich laut.

 

Nun mal von vorne. Ich bin am 20.08.2012 hier in San Diego gelandet, habe dann mit Stephan eine dreiwöchige Rundreise gemacht (die ich noch im Detail beschreiben werde) und am 08.09.2012 ist er zurück nach Deutschland geflogen, so dass ich Zeit für die Zimmersuche hatte. Nach ungefähr fünf Tagen hatte ich dann auch mein Zimmer. Es war eine Bauchentscheidung, hat einfach gepasst, die Leute waren nett und sind auch an der UCSD, wenn auch schon beim PostDoc und das mit gerade mal 27 Jahren.

 

Die Zimmersuche war garnicht so einfach, vor allem wenn man wie ich in Pacific Beach wohnen möchte. Hier gibt es viele Bars, hier ist immer was los und es wohnen viele junge Leute hier. Genau das, was ich brauche. Es liegt auf halber Strecke von der Innenstadt zur Uni. Da hier alles recht weitläufig ist, habe ich mich vor einigen Tagen auch entschieden einen Roller zu kaufen. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob das ein Glücksgriff war, bin ihn noch nicht wirklich gefahren, aber er schaut toll aus. Ein "Il Bello" von Fly Scooter. Einen Roller wollte ich eh schon immer haben und die Anschaffung war doch günstiger, als ein Auto zu kaufen.

 

Nachdem ich dann letzten Mittwoch zusammen mit Carolin (eine Deutsche, die erst ab 1.10. in ihr Zimmer kann und daher so lange bei mir wohnt) hier eingezogen bin, wurde alles entspannter. Die erste große Hürde war geschafft und wir hatten mehr Zeit für den Strand, Barbecues, Beachvolleyball und die Umgebung etwas zu erkunden. Wir waren in den Torrey Pines, einer außergewöhnlichen Felsformation, die vor ca. 15 Millionen Jahren so entstanden ist und die äußerst seltene Kiefernart Torrey PInes beherbergt. Dieses landschaftlich tolle Gebiet liegt direkt nördlich von der Uni. Außerdem haben wir uns "Old Town" angesehen, das ursprüngliche Stadtzentrum, nordwestlich des heutigen Downtown, wie es von den Spaniern einmal gegründet wurde. Es ist heute sehr touristisch, ein Laden neben dem anderen, aber trotzdem gibt es tolles Essen und schöne Mitbringsel dort. Die Architktur ist für uns Europäer eher weniger beeindruckend und als historisch bezeichnen, würden wir das auch nicht unbedingt, wenn alles rekonstruiert wurde. Aber schön war's. 

 

Ich mag San Diego, ich mag den Strand, den In N Out und überhaupt. Die Leute sind hier alle surfermäßig drauf, locker und genießen ihr Leben. Es gibt schon einige Aussteiger, die nicht viel brauchen, außer dem Meer und einem einfachen Dach über'm Kopf. Besonders toll finde ich, dass es hier keine Bunkerbauten, wie in Spanien, an den Stränden gibt, sondern immer nur kleine süße Häuser, mit höchstens zwei Stockwerken. Sowohl direkt am Meer, als auch in ganz Pacific Beach.

 

Fazit, die ersten Wochen, sowohl das Reisen mit Stephan, als auch der Einzug und die ersten Bekanntschaften mit anderen Austauschstudenten, haben sich schon ziemlich gut angefühlt. Ich denke, mir wird es hier noch besser gefallen als in England und vor allem wird es mir hier von Anfang an gut gefallen. Das Leben hier ist teuer, aber schön.

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