Naja, es ist schon alles etwas anders hier als zu hause und auch als in Stuttgart. Gestern sind wir hier in Stoke-on-Trent angekommen. Wir, Roman, Daniel, Patrick, Christina und ich wurden vom Flughafen mit einem riesigen Reisebus abgeholt und hatten diesen ganz fuer uns alleine. Das war echter Service, allerdings haben wir von unserer Empfangsdame keine weiteren Infos bekommen. Auf der Herfahrt konnten wir uns schonmal das tiefe England anschauen, waehrend der Himmel wolkenverhangen war und es leicht schneeregnete. Die Landschaft hier hat leider nichts mit der aus Suedengland gemein. Der gestrige Tag war vor allem grau.
Hier angekommen, haben wir eine Menge Infomaterial bekommen und unseren Hausschluessel, Flatschluessel und Zimmerschluessel. Alles ist verschlossen und es gibt keine Klingeln, das verhindert spontane Besuche, was wirklich schade ist. Gestern habe ich diesen Nachteil gleich zu spueren bekommen. Da ich in einem anderen Wohnheim wohne, als die Jungs und wir noch nicht die Moeglichkeit hatten Nummern auszutauschen, stand ich dort vor verschlossener Tuer und wusste keinen Weg sie zu kontaktieren. Gott sei Dank sind sie noch nicht ohne mich einkaufen gegangen und kamen dann nach einiger Zeit aus dem Haus.
Die Zimmer sind klein, alt und einigermassen sauber. Die Waende bestehen aus weissen grossen Steinen, was uns alle sehr stark an Gefaengniszellen erinnert. Ausserdem sind alle Zimmer mit Teppichboden versehen, so dass sich Flecken darin verewigen koennen.
Leider sind hier alle Auslandsstudenten in 2 gesonderten Wohnheimen, so dass wir mit keinem Englaender zusammen wohnen. Positiv ist das sehr umfangreiche Willkommenspaket zu erwaehnen, darin ist alles enthalten von Handtuch ueber Waschmittel, Flaschenoeffner bis Pfanne; also wirklich nicht schlecht. Ausserdem funktioniert die Heizung.
Gegen Abend wollten wir also einkaufen gehen, doch Sonntags machen hier alle Super maerkte um 4 zu und wir waren leider erst um halb fuenf dort.
Wir haben gestern ausserdem gleich mal den Subway ausgecheckt, offensichtlicher gibt es hier ein etwas anderes Angebot als in Deutschland, was ich aber nicht beurteilen kann, da ich Subway in Deutschland zu wenig nutze.
Der Tag war fuer mich gestern sehr frueh zu Ende, da ich von meinem Snowboardurlaub die letzten Tage und auch von meinem letzten Abend in Aschaffenburg noch voellig uebernaechtigt war.
Heute am Montag hat unser Willkommensprogramm begonnen. Wir wurden begruesst und konnten unsere Kurse aussuchen. Da die geplanten Kurse in der Art leider alle nicht stattfinden, war es bisher ein ziemlicher Akt zu den zustaendigen Fakultaeten zu laufen und passende Kurse auszusuchen. Allerdings ist auch wenn wir die Kurse gefunden haben, noch nicht sicher ob wir diese auch besuchen duerfen. Das entscheidet sich erst am Mittwoch. Bis dahin heisst es weiter rumlaufen, rumsuchen und irgendwie die Unterrichtszeiten herausfinden, in der Hoffnung, dass sich nichts ueberschneidet.
Also ehrlich gesagt bin ich gerade noch nicht so begeistert, da ich noch mit keinem einzigen englischen Studenten gesprochen habe; die neuen Business Studenten sind ausserdem alles Franzosen(hab auch schon mit ihnen Franzoesisch geredet und sie beeindruckt) und leider gar keine Spanier. Ich muss mal schauen, dass ich noch Spanier finde, sonst habe ich in einem halben Jahr bis ich Alberto wieder treffe gar nicht viel dazu gelernt.
Es ist ja erst ein Tag rum und es kann noch viel passieren. Ich will ja Ballett machen oder tanzen, einen Schwimmkurs gibt es, Trampolin und vieles mehr.
Wir gehen jetzt gleich erstmal einschreiben und Internet besorgen und anschliessend in den riesigen Supermarkt mit seinen tollen Angebot. Wir haben das grosse Glueck, dass der Wechselkurs sich so toll entwickelt hat und wir fast 1 zu 1 umrechnen koennen. So sind viele Dinge guenstiger als in Deutschland, zum Glueck habe ich kein Shampoo etc. mitgenommen.
Achja, es ist ganz schoen schwer die Leute hier zu verstehen, wie die alle reden… schlimmer als die Inder.